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Berichte von M.u.T.

 

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Erich Hackl


Artikel: 10, 14.02.2019,  Autor: 

Erich Hackl – „Am Seil“

 

Di. 09.04.2019 um  20:00Uhr

 

Wie es dazu kam, dass der stille, wortkarge Kunsthandwerker Reinhold Duschka in der Zeit des Naziterrors in Wien zwei Menschenleben rettete. Wie es ihm gelang, die Jüdin Regina Steinig und ihre Tochter Lucia vier Jahre lang in seiner Werkstatt zu verstecken. Wie sie zu dritt, an ein unsichtbares Seil gebunden, mit Glück und dank gegenseitigem Vertrauen überlebten. Was nachher geschah. Und warum uns diese Geschichte so nahegeht. Diese Erzählung gäbe es nicht ohne das Versprechen, das Lucia Heilman sich selbst gegeben hat: den passionierten Bergsteiger Reinhold Duschka (1900–1993) zu würdigen, der sie und ihre Mutter vor der Deportation in ein nazideutsches Vernichtungslager bewahrt hat. Auf Lucias Erinnerungen gestützt, spannt Erich Hackl einen weiten Bogen von einer Zeit, „in der Männer noch beste Freunde und Frauen beste Freundinnen hatten“, über die dramatischen, zugleich eintönigen Jahre im Versteck bis in die unmittelbare Gegenwart. In Hackls genauer, vor Leidenschaft leuchtender Sprache werden nicht nur Retter und Gerettete lebendig – sie zwingt uns auch, die Aktualität dieser Geschichte zur Kenntnis zu nehmen in einem Europa, in dem mehr denn je Zivilcourage gefragt ist.

 

„Der Ton ist zurückhaltend, die Geschichte gewaltig und aufwühlend.“ (Martina Sulner / Hannoversche Allgemeine Zeitung)

  

„Am Seil liest sich wie ein spannender Indizienprozess zur Aufklärung eines Falls von Zivilcourage.“ (Martin Doerry / Spiegel, Hamburg)

 

Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und einige Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Madrid. Seinen Erzählungen, die in 25 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. „Auroras Anlaß“ und „Abschied von Sidonie“ sind Schullektüre. Unter anderem wurde er 2017 mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

 

Kulturverein

Kunst im Keller (KiK)

Hartwagnerstrasse 14

A-4910 Ried im Innkreis

 

Tel.: +43 7752 81818

 

web: www.kik-ried.com

 

Mail: kik-ried[a]aon.at

 

 


von: Site Manager

Renate Welsh


Artikel: 9, 14.02.2019,  Autor: 

In die Waagschale geworfen. Österreicher im Widerstand.

 

Buchpräsentation, Autorenlesung,

 

Donnerstag, 14. März 2019, 20:00 Uhr, Riedbergpfarrsaal,

4910 Ried i. I., Pfarrplatz 1

 

Die vielfache Österreichische Staatspreisträgerin schildert Menschen, die ganz bewusst Widerstand gegen den Nationalsozialismus leisteten – aus Menschlichkeit und tiefster Überzeugung. Einer davon ist der Wiener Priester DDr. Heinrich Maier, der am gleichen Tag verhaftet wurde wie Pater Josef Zeininger – ein Rieder Maturant. Maier wurde wegen Hochverrat und Wehrkraftzersetzung geköpft, Zeininger wartete auf seine Hinrichtung. Das äußerst umfangreiche und unterschiedliche Genres umfassenden Werk ist von hoher sozialkritischer Sensibilität und von humanistischem Engagement geprägt. Die Spannweite ihres Ethos zeigt ihr gesamtes Oeuvre: Kinder, Jugendliche, Frauen, Menschen am Rande, Außenseiter und Ohnmächtige einer Gesellschaft stehen im Zentrum ihrer literarischen, eine breite Palette poetischer Verfahrensweisen beherrschenden Erkundungen aus Vergangenheit und Gegenwart – oft schmerzlich realistische Blicke auf eine gestörte und verstörende Wirklichkeit, aber immer auch im Bewusstsein von etwas Besserem, Utopischem – Zeichen aufklärerischer Sehnsucht. Renate Welshs Texte, gespeist aus einem tiefen und differenzierten Wissen um den beklemmenden Geschichtsprozess, sind ein seit Jahrzehnten unablässig formuliertes Plädoyer für Achtung, Respekt, Gerechtigkeit, für ein besseres Leben. (Aus der Begründung für den „Theodor Kramer-Preis 2017“.)

 

Gottfried Gansinger wird kurz das Schicksal des überlebenden Priesters Zeininger schildern. Dieser gilt auch als Begründer der KAJ (Katholische Arbeiterjugend) in Österreich.

 

Der Inhaber des Czernin Verlages, Benedikt Föger, ein Rieder, wird seinen Verlag vorstellen. Er ist auch Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels und Buchautor (Konrad Lorenz).

 

Eintritt: € 8,00, Schüler frei

 

Reihe: „Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen“

Veranstalter: OÖ Volksbildungswerk, Bildungshaus St. Franziskus, Treffpunkt der Frau, Pfarramt Riedberg

 


Renate Welsh
von: Site Manager

Der Fall Gruber


Artikel: 8, 19.10.2018,  Autor: 

Der Fall Gruber

 

Theaterstück von Thomas Baum

 


Der Fall Gruber, Theaterstück von Thomas Baum

Fahrt nach Mauthausen


Artikel: 7, 15.04.2018,  Autor: 

Liebe Mitglieder und FreundInnen von MuT!

 

Am Sonntag, 6. Mai 2018, findet in der KZ Gedenkstätte Mauthausen die vom Mauthausen Komitee Österreich gestaltete Internationale Befreiungsfeier unter dem Thema Flucht und Heimat statt.

 

MuT organisiert eine gemeinsame Fahrt nach Mauthausen.

 

Abfahrt, am 6. 5. 2018, 8.00 Uhr bei der Arbeiterkammer Ried im Innkreis. Die Fahrt ist kostenlos. Anmeldung bei Heidi Seifert unter
0664 52 03 195 bis 2. Mai 2018.

 

 

 


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von: Site Manager

Gudrun Harrer: Der Nahe Osten im Umbruch


Artikel: 6, 16.04.2017,  Autor: 

Donnerstag, den 30. März 2017, 20 Uhr

Vortrag im Franziskushaus in Ried i. I.

Der Nahe Osten im Umbruch

 

 

Mit etwa 40 Besuchern war die Anziehungskraft (Werbung) und die Qualität der Vortragenden Dr. Gudrun Harrer nicht ausgeschöpft.

Eine Rolle hat sicher gespielt, dass im Herbst schon Leukefeld und eine Woche vorher der absolut pessimistische ORF-Reporter Friedrich Orter zum gleichen Thema in Ried referiert hat.

 

Harrer, die auch als Journalistin ganz Wissenschaftlerin und Universitätslehrerin bleibt, hat in ihrem Vortrag auf die Geschichte des Vorderen Orients und vor allem auf die Aufteilung 1916 in Mandats- und Interessensgebieten durch Briten und Franzosen hingewiesen.

Der Knäuel von Religions- und Stammesgruppierungen, von ausländischen Mächten, die Stellvertreterkriege führen um geostrategische Positionen – heute nicht mehr im gleich hohen Ausmaß wie früher ums Öl – leiten nicht selten zum Urteil. „Wir wissen es nicht“. Ein schreckliches Pulverfass ist es allemal. Aber im großen geschichtlichen Kontext brauchen wir uns nicht fürchten. Mit Veränderungen müssen wir leben und das Recht zur Gestaltung fordert unsere Regierungen und jede Bürgerin, jeden Bürger heraus.

 

 

Die Reporterlegende Friedrich Orter hat in seinem Buch "Wir müssen aufwachen!" eine düstere Zukunft für Europa prognostiziert und warnt vor dessen Zerfall. "Europa ist im Fokus der Terroristen. Mit der Völkerwanderung drohen Religionskriege zwischen Muslimen und Nichtmuslimen. Die Mehrheitsgesellschaft ist in Gefahr. Es entstehen Parallelgesellschaften. Solidarität und Toleranz schwinden. Politische Radikalisierung wird Alltag", schreibt der 67-Jährige. („Die Krone“)

 

 


von: Lukas Oberwagner

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